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Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz und Krakau

Nachricht 11. Januar 2018
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Bild: Voigt

Auschwitz und Krakau waren die Ziele für 54 Schülerinnen und Schüler aus den sechs Schulen Albert-Schweitzer-Schule, Berufsbildende Schule, Marion-Dönhoff-Gymnasium und Leintorschule aus Nienburg, Oberschule Marklohe und Marion-Blumenthal-Oberschule Hoya, die von sechs Lehrkräften sowie den beiden Organisatoren der Reise, den Pastoren Jann-Axel Hellwege aus Balge und Marco Voigt aus Nienburg, begleitet wurden.

In Auschwitz standen Führungen sowohl durch das Stammlager, als auch durch das riesige Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau auf dem Programm. An den Nachmittagen erfuhren die Jugendlichen aber auch, dass in Oswiecim unweit der Lager bis heute an die einst blühende jüdische Kultur erinnert wird.

In einem Liceum, also einer weiterführenden Schule, kamen die deutschen schnell mit polnischen Jugendlichen ins Gespräch und verarbeiteten das Erlebte und Gehörte in kreativen Workshops, in denen eine Fotodokumentation erstellt, Texte geschrieben, Bilder gemalt, Barackenmodelle gebastelt und Theater gespielt wurden.

Einen besonderen Eindruck hinterließ ein Abend mit dem 92-jährigen Zeitzeugen  Wacław Długoborski, der als polnischer Widerstandskämpfer am Warschauer Aufstand beteiligt war und zur Strafe nach Auschwitz gebracht wurde. Geduldig erzählte er von den Bedingungen innerhalb des Lagers und seiner gelungenen Flucht und beantwortete die Fragen der jungen Menschen.

Um auch die zeitgenössische jüdische Kultur kennen zu lernen, ging es am vorletzten Tag nach Krakau, wo eine Führung durch das jüdische Viertel und das ehemalige Ghetto, eine Besichtigung des Oskar-Schindler-Museums sowie ein jüdisches Essen mit anschließender Klezmer-Musik auf dem Programm standen.

Den Abschluss der Reise bildeten eine Kranzniederlegung und das Entzünden einer Kerze am Ehrenmal für die Ermordeten in Birkenau.
Als Fazit hielten die Jugendlichen fest, dass die Reise bei aller Anstrengung eine bewegende Erfahrung für sie war, die sie auch nachfolgenden Jahrgängen sehr empfehlen können.
Die Fahrt wurde gefördert durch „Kirche und Schule“ von der ev.-luth. Landeskirche Hannovers, dem Weser-Aller-Bündnis, der Bürgerstiftung Nienburg und der Werner-Ehrich-Stiftung.

Marco Voigt