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Bild: emsz

Gedenken auf dem jüdischen Friedhof Nienburg

Andacht zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz

Mit einer interreligiösen Andacht wurde am Montag auf dem jüdischen Friedhof an die Befreiung von Auschwitz vor 75 Jahren erinnert. Superintendent Martin Lechler erinnerte mit Passagen aus dem Tagebuch Astrid Lindgrens an die Schrecken der NS-Herrschaft und mahnte, auch den Tag der Befreiung als Gedenktag zum Anlass zu nehmen, die Stimme gegen anti-semitische Hetze und Gewalttaten zu erheben und Taten folgen zu lassen, die zu Frieden und Gerechtigkeit führen. Hier ginge es um Respekt, Unterstützung und Begleitung derjenigen, deren Würde aufgrund von Religion oder Herkunft in Frage gestellt würde. Es ginge darum einzuschreiten „überall da, wo Menschen ausgegrenzt, verachtet oder gemobbt werden“, so Lechler. Der Vorsitzende des Arbeitskreises „Gedenken“ der Stadt Nienburg, Thomas Gatter, sprach zwei bewegende jüdische Gebete, die, wie er betonte, in den Lagern von Ausschwitz, zu hören gewesen sind. Er äußerte große Besorgnis ob der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland. „Umso wichtiger ist es, dass viele Menschen an einem solchen Tag mit uns auf den jüdischen Friedhof kommen und das Gedenken wach halten. Im Anschluss legten er und Antonia Kleinert für die Stadt Nienburg einen Kranz nieder.