fruehling

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Der Kirchenkreis Nienburg hat eine neue Prädikantin

18. Januar 2021

Andrea Loskot in St. Laurentius Liebenau eingeführt

Foto: Prädikantin Andrea Loskot, Superintendent Martin Lechler und Pastor Bernd Niss (v.li.)

Für Andrea Loskot aus Wellie ist der Gottesdienst mit kleiner Teilnehmerzahl am 17. Januar 2021 in den der St. Laurentius-Kirche in Liebenau mit Superintendent Martin Lechler aus Nienburg gleichzeitig Grund zur Freude und zur Nervosität. Sie wird offiziell in ihr Amt als ehrenamtliche Prädikantin in der evangelischen Kirche eingeführt. Sie hat in den vergangenen Jahren eine entsprechende Ausbildung absolviert. Als Prädikantin kann sie eigenverantwortlich Gottesdienste leiten, eigene Predigten halten und auch das Abendmahl einsetzen und austeilen.

Begonnen hat ihr Weg auf die Kanzel vor über drei Jahren. Er umfasste viel von dem, was auch Pastorinnen und Pastoren lernen, damit Gottesdienstfeiern gelingen und das Predigtschreiben gut von der Hand geht. Das Erlernen der alten Sprachen und ein wissenschaftliches Studium blieben ihr dabei aber erspart. Am Ende stand ein Kolloquiumsgespräch mit der Regionalbischöfin Dr. Petra Bahr, das im Herbst in Hannover stattfand. Als leitende Geistliche des zentralen Sprengels der hannoverschen Landeskirche freut sie sich über das Engagement von ehrenamtlichen Predigern und Predigerinnen genauso wie Superintendent Lechler, der bei der Einführung aus dem Eignungsbericht zitierte, dass sie über eine lebensnahe und zum Teil poetische Predigtsprache verfüge.

Die Kirche als Aufgabenfeld ist Andrea Loskot gut bekannt aus der ehrenamtlichen Arbeit mit Senioren, als ehemalige Kapellenvorsteherin und als Ehrenamtskoordinatorin der St. Laurentius-Kirchengemeinde. Andrea Loskot ist mit den Freuden und Sorgen einer Kirchengemeinde vertraut. Insbesondere die Begegnung mit Senioren ist für sie Ansporn gewesen, den Kurs zu belegen. Zuvor hat sie als Lektorin Gottesdienste geleitet, allerdings nur mit vorgefertigten Predigten.

Im Gottesdienst am vergangenen Sonntag hat sie nach ihrer Einführung auch die Predigt gehalten. „Jetzt ist Zeit für Tulpen,“ zitierte sie ihre Mutter und stellten einen großen Strauß der beliebten Frühblüher auf den Altar. „Wenn Weihnachten doch bloß haltbarer wäre,“ fuhr sie fort. Sie sei überzeugt, dass die Weihnachtsbotschaft von Frieden und Menschlichkeit auch spürbar bleibt, wenn wie jetzt auf den Tischen schon wieder die Tulpensträuße stehen. Pastor Bernd Niss, der den Gottesdienst geleitet hat, sowie Pastor Oliver Friedrich aus Estorf, der sie als Mentor während der Ausbildung begleitet hat, wirkten an der Einführung mit.