fruehling

Bild: emsz

Internationaler Gedenktag der Opfer des Holocaust

27. Januar 2021

Andacht am 27. Januar auf dem jüdischen Friedhof

Bild:N.Hartmann

Am Mittwoch, 27. Januar 2021, 11 Uhr, fand an der Erinnerungstafel der Jüdischen Gemeinde am Nienburger Rathaus ein Gedenken mit Kranzniederlegung durch Bürgermeister Henning Onkes und Thomas Gatter für den Arbeitskreis Gedenken der Stadt Nienburg/Weser statt.
Um 15 Uhr feierte der Arbeitskreis gemeinsam mit Superintendent Martin Lechler vom Evangelischen Kirchenkreis Nienburg auf dem jüdischen Friedhof an der Bruchstraße eine interreligiöse Andacht und Kranzniederlegung. Bis zum Einbruch der Dunkelheit brannten dort die Kerzen der Menora.
Für beide Gedenkfeiern erging aus rechtlichen Gründen keine formelle Einladung an weitere Teilnehmende. Aber am Nachmittag des Gedenktages standen von 14 bis 18 Uhr an der Erinnerungstafel der jüdischen Gemeinde Blumen zum Niederlegen bereit. Zahlreiche Menschen nahmen diese Gelegenheit wahr. Um 16 Uhr hielten einzelne Mitglieder des Jungen Forums gegen Antiziganismus am Mahnmal für die Opfer nationalsozialistischer Verbrechen auf dem Weserwall (Bastion Hoffnung) ein stilles Gedenken ab und schmückten das Mahnmal mit einem Gesteck und Blumen. Das Junge Forum gegen Antiziganismus hatte sich bereits mit einer Aktion an dem Aufruf des Jüdischen Weltkongresses "We Remember" beteiligt und damit die Erinnerung an Auschwitz wachgehalten. Darüber hinaus wurde das Mahnmal den ganzen Tag von einzelnen Besucher*innen aufgesucht, die Blumen am Mahnmal und an der "Mauer der Toten, die uns mahnen" niederlegten. Auch mit einem kurzen Verweilen im Vorbeigehen an den Stolpersteinen in der Stadt bekundeten einzele Bürgerinnen und Bürger das mahnende Gedenken an die Opfer des Holocaust und die Erinnerung an die Befreiung von Auschwitz. Eine Rose oder eine Tulpe hier und da waren Zeugnisse,
dass die im Holocaust Ermordeten nicht vergessen sind.
Im März setzen der Arbeitskreis Gedenken der Stadt Nienburg/Weser und das
Nienburger Kulturwer die gemeinsame Reihe "Unbehagen - Demokratie im Dialog" mit einem "Podcast aus dem Nienburger Kulturwerk" fort, eine weitere Veranstaltung im Rahmen der Kooperation. Starke Stimmen gegen das Vergessen sind auch in Zeiten von Corona hörbar. Eine genaue Ankündigung der Veranstaltung folgt alsbald.