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Kirchenkreissynode tagt digital

23. Juni 2021
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Am vergangenen Dienstag trafen sich die Mitglieder der Kirchenkreissynode des Kirchenkreises zum ersten Mal digital, um über die Belange des Kirchenkreises zu diskutieren und zu beschließen. Der Vorsitzende, Torsten Rötschke, begrüßte die mehr als 50 Teilnehmenden, die sich über Zukunftsfragen austauschten, ebenso wie über aktuelle Entwicklungen in der Gemeindearbeit zur Zeit der Corona-Pandemie. Sinkende Kirchenmitgliederzahlen, schrumpfende Finanzmittel und auch personelle Engpässe werden in Zukunft die kirchliche Verwaltungsarbeit prägen. Um diesen Veränderungen mit wachen und offenen Augen zu begegnen ist ein sog. Zukunftsausschuss eingerichtet worden, der sich paritätisch aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der 3 Regionen des Kirchenkreises zusammensetzt, sowie Mitgliedern des Jugendkonvents. Die Arbeit dieses Gremiums soll darin bestehen die nötigen Strukturveränderungen vor zu denken und zu planen, um den Kirchenkreis für den Planungszeitraum bis 2030 zukunftsfähig zu machen.

Dass dies ein Schritt in die richtige Richtung ist, bestätigte auch Pastorin Cordula Schmid-Waßmuth, die in ihrem Bericht aus der letzten Landessynode der Landeskirche Hannovers ebenfalls über den begonnenen Zukunftsprozess informieren konnte. Der Schwerpunkt liege dabei auf der Stärkung und Weiterentwicklung bereits vorhandener, innovativer Projekte. Ziel sei eine Bündelung und Vernetzung aller bestehenden Entwicklungen, um auf allen Ebenen voneinander profitieren zu können.

Des Weiteren hob die Synodale eine Erklärung von Landesbischof Ralf Meister innerhalb des Bischofsberichts hervor, in der sich der Kirchenleitende ausdrücklich an die Betroffenen von sexualisierter Gewalt innerhalb der Kirche wandte und sich persönlich für das Verhalten der Kirche und das zugefügte Leid entschuldigte. Die Landessynode stellte sich geschlossen hinter diese Erklärung und verpflichtete sich für Prävention, Intervention und Hilfe im Bereich sexualisierter Gewalt innerhalb der Kirche einzusetzen.

Superintendent Martin Lechler würdigt in seinem Bericht die Arbeit der Kirchengemeinden und Einrichtungen des Kirchenkreises während der schwierigen Lage der Pandemie und machte Mut aus den gemachten Erfahrungen Chancen für die Gemeindearbeit nach Corona zu nutzen. „Neues kann gut fortgesetzt werden, wenn es den Mut gibt, Altes, was sich nicht bewährt hat, auch getrost zu lassen“, so Lechler in seinem Ephoralbericht. Er wies auf das Engagement des Kirchenkreises zur Bekämpfung der Klimakrise hin und betonte die Bestrebungen, Nachhaltigkeitsziele in allen Arbeitsbereichen des Kirchenkreises zu berücksichtigen und zu erfüllen. Ein gutes Zeichen sei hier auch die Unterstützung der „Fridays for future“-Bewegung seitens des Kirchenkreises.

Die nächste Sitzung der Kirchenkreissynode findet turnusgemäß im November statt und der Vorstand hofft hierzu in Präsenz einladen zu können.