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Bild: emsz

Das war die 14. Lange Nacht der Kirchen

15. September 2026

„Friedensreise“ durch Nienburg

14. „Lange Nacht der Kirchen“ verbindet Menschen und Gemeinden

Eine Nacht, sieben Orte, viele Begegnungen: Bei der 14. „Langen Nacht der Kirchen“ machten sich am Freitag, 11. September, zahlreiche Menschen auf den Weg durch Nienburg. Mit dem Fahrrad gemeinsam im Konvoi oder mit einem der eingesetzten Kleinbusse ging es von Station zu Station.

Unter dem Motto „Friedensreise“ brachten die beteiligten evangelischen, freikirchlichen und katholischen Gemeinden auf ganz unterschiedliche Weise ihren Wunsch nach Frieden zum Ausdruck – mit Musik und Worten, mit Gebet und Meditation, mit Begegnung und gemeinsamen Aktionen.

Zum Auftakt um 18 Uhr in St. Martin versammelten sich mehr als 100 Menschen. Angesichts des Datums wurde an die Terroranschläge vom 11. September 2001 erinnert. Zugleich ging es um die Hoffnung, dass Frieden möglich ist – und darum, dass Frieden im Miteinander entsteht. Der Posaunenchor begleitete das Programm musikalisch, von Martin Luthers „Verleih uns Frieden gnädiglich“ bis zu Michael Jacksons „Heal the World“.

In der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde stand der Bibelvers „Glücklich sind, die Frieden stiften“ aus der Bergpredigt im Mittelpunkt. Dabei ging es auch um die Frage, was es braucht, damit trotz verschiedener Ansichten das Verbindende erhalten bleibt. Anschließend wurde das Gespräch bei Getränken und dem „LNdK-Hotdog“ fortgesetzt. Die Brötchen dafür hatte die Bäckerei Kindermann eigens nach einem dafür entwickelten Rezept gebacken.

In St. Michael konnten die gut 80 Besucherinnen und Besucher aus selbst fotografierten Motiven und einem passenden Segensspruch ihre persönliche Friedenspostkarte gestalten. Ob zum Verschenken, als Zeichen für einen gewünschten Neuanfang oder als persönlicher Gedanke für den eigenen inneren Frieden, blieb dabei jedem selbst überlassen. Nach der lebendigen Aktion wurde es bei der anschließenden Meditation für mehrere Minuten ganz still in der Kirche, während draußen die Sonne unterging.

Musikalisch ging die „Friedensreise“ bei der Landeskirchlichen Gemeinschaft weiter: Die Impact-Band lud mit Lobpreisliedern zum Zuhören und Mitsingen ein. Wer die Songs noch einmal hören wollte, konnte sich über eine eigens zusammengestellte Playlist weiter auf musikalische Friedensreise begeben.

In St. Bernward stand Franz von Assisi als Friedensbote in unruhigen Zeiten im Mittelpunkt. Rund 800 Jahre nach seinem Tod wurde an seinen Lebensweg und seine Haltung zum Frieden erinnert. Mit ihm verbunden ist bis heute das bekannte Friedensgebet ‚Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens‘. Untermalt wurde die Erzählung von Musik der Gruppe PIM (People in Motion).

Den Abschluss bildete eine Taizé-Andacht in der Kreuzkirche. Bei Kerzenschein wurde gemeinsam gesungen und gebetet, bevor die Friedensreise mit einem Gute-Nacht-Segen ausklang. Auch zu später Stunde war die Kirche noch gut besucht.

Parallel fand im Kulturwerk das Programm der Jugendkirche statt. Mit Crêpes, kleinen Spielen, Karaoke und weiteren Aktionen gab es dort ein eigenes Angebot für Jugendliche.

Die „Lange Nacht der Kirchen“ zeigte einmal mehr, was entstehen kann, wenn unterschiedliche Gemeinden und Menschen gemeinsam unterwegs sind – verbunden durch den Wunsch nach Frieden.