44 Schülerinnen und Schüler der ASS, der IGS Nienburg, des MDG, der OBS Nienburg und der OBS Marklohe haben Ende November gemeinsam an einer einwöchigen Gedenkstättenfahrt nach Oświęcim (Auschwitz) teilgenommen. Sie waren zusammen mit den sie begleitenden Lehrkräften in der dortigen Internationalen Jugendbegegnungsstätte zu Gast, um sich mit der Geschichte des Holocausts auseinanderzusetzen.
Die Fahrt wurde vom evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Nienburg organisiert und durch die Unterstützung der evangelisch-lutherischen Landeskirche, der Bürgerstiftung, der Antonia-Winkler-Stiftung, der Adi-Pleines-Stiftung, des Lions Clubs Cor Leonis und des Landkreises Nienburg ermöglicht.
Das Programm umfasste Besuche des jüdischen Zentrums und der Synagoge von Oświęcim sowie ausführliche Führungen durch die Gedenkstätten Auschwitz I - Stammlager und Auschwitz-Birkenau.
Verschiedene Workshops, ein aufgezeichnetes Zeitzeugeninterview sowie gemeinsame Gespräche halfen den Jugendlichen, ihre Eindrücke zu verarbeiten und zu vertiefen. Ergänzend besuchten sie das entstehende Zentrum gegen Extremismus in der ehemaligen Villa des KZ-Kommandanten Rudolf Höß, das Kloster Harmęże mit einer eindrucksvollen Ausstellung des Künstlers und KZ-Häftlings Marian Kolodziej sowie das Gedenkmuseum der Einwohner Oświęcims. Ein abschließender Tag in Krakau mit Besuch des ehemaligen Ghettos und des jüdischen Viertels rundete die Fahrt ab.
Das Programm machte für die Jugendlichen spür- und erlebbar, wohin Hass, Willkür und Gleichgültigkeit führen können. Sie kehrten mit tiefgreifenden Erfahrungen und einem gestärkten Verständnis für die Bedeutung von Verantwortung, Toleranz und Demokratie nach Hause zurück. (Text: Torsten Rötschke)