Mit einem Gottesdienst und anschließendem Empfang hat der Kirchenkreis Nienburg am Sonntag, 8. März 2026, seinen Jahresempfang gefeiert. Veranstaltungsort war erstmals die St. Clemens-Romanus-Kirche in Marklohe.
Gäste aus allen Teilen des Kirchenkreises und darüber hinaus, darunter auch Landrat Detlev Kohlmeier und Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne, waren am frühlingshaften Sonntag Okuli für einen stimmungsvollen Nachmittag zusammengekommen.
Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Kammerorchester Nienburg unter der Leitung von Kirchenmusikdirektorin Tina Röber-Burzeya. Nach der Eröffnung mit einem Rondo aus Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“ begrüßten der Vorsitzende der Kirchenkreissynode Torsten Rötschke und die Pastorin der Markloher Kirchengemeinde Gabriele Matthias die Anwesenden herzlich.
Der Name des Sonntags Okuli – lateinisch für „Augen“ – gab auch in diesem Jahr die thematische Richtung vor. In ihrer Predigt zum Bibelwort aus Lukas 9,62 („Schau nicht zurück!“) ging Superintendentin Dr. Christiane de Vos der Frage nach, wohin sich der Blick von Menschen und Kirche richtet – besonders in einer Zeit, die von vielen bedrückenden Nachrichten geprägt ist.
Ein Blick zurück könne belastend sein, zugleich dürfe er nicht fehlen. Historische Erfahrungen von Gewalt, Verfolgung und Unrecht müssten erinnert werden. Rückblicke seien notwendig, betonte die Superintendentin, dürfen aber nicht daran hindern, den Weg in die Zukunft zu gehen und vorauszuschauen. Vertrauen und Miteinander seien entscheidend dafür, die anstehenden Prozesse zu bestehen.
Mit Blick auf den weiteren Nachmittag formulierte sie zugleich einen Wunsch: „Schenke uns offene Augen, Herzen und Ohren für Begegnungen.“ Es gelte, mit offenem Blick unterwegs zu sein – füreinander und für das, was vor uns liege.
Nach dem musikalischen Abschluss des Gottesdienstes wurde die Kirche für den Empfang vorbereitet. Bei Getränken und einem Imbiss nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum Austausch. Das sonnige Wetter lud zudem zu Gesprächen vor der Kirche ein – Begegnungen, die ganz im Sinne des Sonntags Okuli mit offenen Augen füreinander stattfanden.
(Text: Kakoschke)