fruehling

Bild: emsz

Landesjugendcamp in Verden mit 1542 Menschen

22. Juni 2026

"Auftauchen – wo Glauben Wellen schlägt"

Die Nienburger Band NOW begeisterte beim LaJuCamp 2026. Foto: Berit Busch

Ein Erfahrungsbericht

Im Camp herrscht von Anfang an gute Stimmung. Die Teilnehmer stehen am Bahnsteig und unterhalten sich angeregt. Alle warten auf den Zug und können es kaum erwarten, ins Camp zu kommen. Kaum steigen wir in Verden aus dem Bus, der uns in die Nähe des Camp-Geländes gebracht hat, wollen die ersten schon losstürmen. Insbesondere die Konfis sind kaum zu bremsen.

Auf dem Camp-Gelände angekommen brummt es wie im Bienenstock. Zeltgruppen werden gebildet, Zelte werden bezogen und das Gelände schon vorsichtig erkundet.

Der erste Nachmittag auf dem Camp vergeht wie im Flug. Nach dem Beziehen der Zelte gibt es erstmal Abendessen, dann folgt um 19 Uhr die Begrüßung in den Sprengelzelten und anschließend die große Camperöffnung mit allem im Festzelt um 20 Uhr. Danach ist die Food-Meile eröffnet und an einigen kleinen Aktionen kann man ebenfalls teilnehmen, bis es um 23.30 Uhr zum Tagesabschluss nochmal in die Sprengelzelte geht.

Am Freitag startet der erste ganze Camp Tag für alle, die es möchten, bereits morgens um 7.30 Uhr mit einer kleinen Aerobic-Einheit. Ab 8 Uhr gibt es Frühstück und um 9.30 Uhr beginnt in den Sprengelzelten für eine Stunde die interaktive Bibelarbeit. Danach öffnen manche Stände auf der Food-Meile und die Camp-Angebote starten. Von Volleyball und Jugger über Henna-Tattoos, von politischen Diskussionen und Brettspielen bis zu Buttons gestalten oder Animal Crossing in Reallife ist alles dabei und jeder findet etwas, was ihm oder ihr gefällt.

Mit anderen kommt man im Camp leicht ins Gespräch. Ob beim Zähneputzen, beim Essen oder bei einer Aktion wie Ringe gestalten. Überall findet man nette Menschen, mit denen es sich lohnt, ein Gespräch anzufangen. Außerdem ist die Vielfalt im Camp beachtlich. Insbesondere queere Menschen sieht man viele und auch die Regenbogenfarben, die überall zu sehen sind, versprühen einen schönen Glanz der Vielfalt. Doch auch der Freitag neigt sich schnell dem Ende entgegen, es gibt viel zu entdecken und die Zeit reicht bei weitem nicht aus, um in alles hineinzuschnuppern.

Am Freitagabend gibt es noch einen Rave-Gottesdienst, eine Silent Disco, die allerdings ziemlich laut wurde, weil viel und lautstark gesungen wurde, und ein Taizé-Gebet – wieder mit allen über 1500 Menschen. Ein Gänsehautmoment, wenn das ganze Camp plötzlich still ist.

Der Samstag beginnt wieder für Interessierte mit Aerobic um 7.30 Uhr und Frühstück um 8 Uhr sowie der einstündigen Bibelarbeit ab 9.30 Uhr. Danach ist die Food-Meile ebenfalls wieder geöffnet und auch die Angebote starten wieder durch. Hier wiederholen sich einige Angebote, aber es gibt auch Neues. Ansonsten erstrecken sich die Angebote von Bogenschießen über Klettern im Klettergarten bis zu Taschen besprühen. Auch Karaoke, ein Konzert von der Band NOW aus Nienburg und die Rollschuhbahn sind sehr gefragt.

Später am Samstagabend ist dann noch Bingo und eine Disco im Großzelt. In der Disco läuft super Musik und die Stimmung ist auf dem Höhepunkt, während sich beim Bingo die Gewinner jubelnd in den Armen liegen. Kaum sind Disco und Bingo beendet, geht es direkt weiter in die Sprengelzelte zum Tagesabschluss.

Am Sonntagmorgen sind viele schon früh auf den Beinen und es brummt wieder wie im Bienenstock. Taschen werden gepackt, Zelte abgebaut und dann geht es schon zum Abschlussgottesdienst. Mit viel Musik und spiritueller Inspiration verlassen wir das Camp und fahren mit dem Zug zurück nach Hause. Wir alle sind hundemüde und manche Person werden die nächsten Tage sehr müde in der Schule sein, aber wir sind glücklich und kehren mit schönen Erinnerungen und neu geknüpften Freundschaften im Gepäck zurück.

Das LaJuCamp bringt zusammen, zaubert ein Lächeln auf viele Gesichter und ermöglicht eine sichere, geborgene und angenehme Festival Experience für Jugendliche.

(Text: Paulina)